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Strahlender Sonnenaufgang
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss: Also sprach Zarathustra (Audio CD) Daß Herbert von Karajan ein herausragender, selbst von seinen größten Kritikern (von einigen grundsätzlichen Nörglern und notorischen Karajan-Gegnern einmal abgesehen) anerkannter Strauss-Dirigent war, steht völlig außer Frage. Auch der Komponist selbst hat dem jungen Künstler schon attestiert, daß er sich von ihm in ganz besonderer Weise verstanden fühle. Die vorliegende, prall gefüllte CD setzt mit dem wohl bekanntesten und beliebtesten Orchesterwerk von Richard Strauss ein: "Also sprach Zarathustra". Die Introduktion mit dem strahlenden C-dur-Sonnenaufgang ist so populär wie vielleicht nur noch die Anfangstakte von Beethovens Fünfter Symphonie. Hier ist Karajan ganz in seinem Element. Strahlend, mit glühender Intensität und hymnischem Schwung gestaltet er nicht nur die glanzvolle Einleitung, diese Interpretationshaltung durchzieht das gesamte Werk. So mitreißend und prachtvoll koloriert hat sonst kein Dirigent das Stück aufgeführt. Man spürt, welch inniges Verhältnis Karajan zu dem Werk hatte, das er auch immer wieder in seinen öffentlichen Konzerten aufs Programm setzte. Er wird dabei prachtvoll unterstützt von seinen Berliner Philharmonikern, die das Letzte aus sich herausholen, um den Intentionen ihres damals noch einhellig verehrten Chefs gerecht zu werden. Man hört: Hier spielt ein Spitzenensemble mit einem Dirigenten, der einen einzigartigen Zugang zu dieser Musik hatte. "Wenn schon Zarathustra, dann Karajan" (HiFi-Stereophonie). Ähnliches läßt sich von den beiden symphonischen Dichtungen "Till Eulenspiegels lustige Streiche" und "Don Juan" sagen. Auch hier erweist sich Karajan als geborener Strauss-Interpret. Der hintergründige Humor des Till leuchtet aus jedem Takt, und sein trauriges Ende wird geradezu rührend dargestellt. Der "Don Juan" gehörte zu Karajans Lieblingsstücken; schon in seinem allerersten öffentlichen Konzert 1929 in Salzburg stand es auf seinem Programm, und bis zu seinem Lebensende wurde er nicht müde, es immer wieder aufzuführen. "In Don Juan und Till werden alle Arabesken liebevoll nachgezogen. Karajan weiß, was er an seinen Berlinern hat. Er läßt sie schwelgen und alle Tonschattierungen genüßlich auskosten" (Münchener Merkur, 1974). Die CD schließt prachtvoll mit dem "Tanz der sieben Schleier" aus der Oper "Salome", in dem Karajan die überragende Virtuosität seines Orchesters noch einmal ungeniert ausspielen läßt. Alle Aufnahmen stammen von der Jahreswende 1972/73 und wurden in der Berliner Jesus-Christus-Kirche aufgezeichnet. Das digitale Re-Mastering hat die Qualität der Aufnahmetechnik noch einmal gesteigert, so daß die Aufnahmen auch den Vergleich mit neuesten Digitalproduktionen nicht zu scheuen brauchen. Ein schönes, bebildertes Textheft in drei Sprachen liegt bei. Eine der besten Ausgaben der verdienten Reihe "The Originals". Auf dem Titelblatt prangt übrigens das großartige Cover der originalen LP-Ausgabe.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 9. April 2008 | | | | | | | |
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